Lonley heart at kaufhaus held #Leipzig #strangeteaching

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Mittwoch, Mitte der Woche. Teil 1

Man wird hier das Gefühl fernab aller Alltagsrealität gelandet zu sein nicht los. An einem Ort, der wieder unerschlossen ist, wo es viel zu entdecken gibt und das eigene Empfinden zwischen Faszination und Furcht vor dem Fremden wechselt.
Das liegt vielleicht auch an der Dunkelheit und Kälte, die über dem hallenartigen, gefließten Erdgeschoss liegt. Wie in einer riesigen Fleischerhalle auf dem Grenzstadium zur Fossilierung. Auch die Temperatur entspricht in etwa der eines gigantischen Kühlschranks, egal ob die Sonne scheint oder nicht. Von draußen bekommt man allgemein wenig mit. Noch dunkler ist es nur im einst mahagonivertäfelten Treppenhaus über dessen ausgetretene Stufen man in den ersten Stock gelangt. Zumindest verspricht das das milchige Licht am Ende des Aufgangs. Schleifmaschinengeräusche lassen menschliches Leben vermuten und auch die Temperatur scheint mit jeder Stufe zu steigen. Auf mindestens plus 10 Grad, nur um jeden Gedanken an wohlige Wärme sofort zu desillusionieren. Wo genau die Geräusche herkommen, lässt sich schwer einordnen beim Blick auf die helle, weite, staubige Fläche umgeben von unzähligen Türen und zersplitterten Fenstern. Von der Decke blättert ornamental die Farbe ab. Zwischen zwei Pfeilern hat jemand Schnüre gespannt und am hinteren Ende des Raumes sind Betonabgüsse gemacht worden. Vielleicht liegen die Füllrahmen aber auch schon seit zwei Jahren dort. Ein „Hallo“ verhallt zwischen Pfeilern und einem kleinen Matratzenlager. Überhaupt wirkt alles sehr klein und verliert sich fast in der Weite des Raumes. Eine andere Tür, ein anderes Treppenhaus, und noch ein Treppenhaus mit noch mehr fehlenden Fenstern, irgendwo verhallen Schritte und immer hängt einem der Geruch von Staub und feuchtem Beton in der Nase. Ein Geruch wie ein großes Geheimnis, was man vielleicht gar nicht lüften will, oder doch? Zwischendurch geht die Orientierung flöten, aber irgendwie findet man auf jeder Expedition wieder zu einem der drei großen Stockwerkebenen zurück, die vor zwanzig Jahren ihre Funktion als Verkaufsfläche verloren haben. Meistens ist es sehr still. Eben als wäre man weit weg auf einem fernen Planeten. Das ist faszinierend und ungewohnt. Bei allem Staunen über die eigensinnige Schönheit dieses eingeschlafenen Konsumgiganten, bleibt immer das Gefühl von Fremde. Diejenigen, die hier schlafen, haben Camps aufgebaut und sich selbst kleine Festungen innerhalb dieser Ruine erschaffen. Das Gebäude spricht eine eigene Sprache und auch nach den ersten Tagen baut sich kein vertrautes Gefühl auf. Anziehung und Abgestoßensein halten sich die Waage. Ähnlich als wollte man sich auf dem Mars häuslich einrichten. Faszinierend, aber etwas unkomfortabel. Kein Ort jedenfalls, an dem man sich einfach niederlässt und los legt. Was gäbe es für einen besseren Ort für ein Projekt mit dem Titel „Strange Teaching“?



Halle14, Spinnerei #Leipzig

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Model of Marsian Monument.Karl Bergström. #strangeteaching

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“Model of a Marsian Monument“

Wie ein überdimensionaler Einzeller ruht ein luftgefülltes Objekt zwischen Decke und Fußboden im Erdgeschoss des Kaufhaus Held. Seine Haut ist aus Malerfolie, die Luft wird durch einen umfunktionierten Ventilator hineingeblasen und ein einzelnes Kabel führt wie eine Ader zur Steckdose. Hier wurde nichts beschönigt , die Materialen sind profan und trotzdem wirkt das transparente, kegelförmige Luftkissen sehr poetisch. Transparenz und eine antiillusionäre Herangehensweise sind Karl Bergström wichtig, egal welches Medium er benutzt. Bei Ölmalereien achtet er zum Beispiel darauf, dass man den Pinselstrich deutlich sieht und die Bewegung des Künstlers fast nachvollziehen kann. “Model of a Marsian Monument“ ist der Titel des raumfüllenden Luftkegels und hat mit der Monadentheorie nichts zu tun, obwohl man sich, wenn überhaupt, eine Monade wohl so vorstellen könnte. Es geht tatsächlich um ein Model für ein Denkmal auf dem Mars. Daran was für Modelle entworfen werden, lassen sich für Karl Bergström Gesellschaftsstrukturen ablesen. Wie würde ein Denkmal auf dem Mars aussehen, wer würde es bauen können, wie einflussreich müsste diese Person sein? Es sind meistens philosophische Fragen, um die sich Karl Bergströms Arbeiten drehen, der vor seinem Kunststudium schon Philosophie studiert hatte. Ein Model für eine Monade ist schon in Arbeit und wird bei seiner nächsten Ausstellung in Göteborg zu sehen sein.

http://karlbergstromart.tumblr.com/



Arbeiten? im Park #strangeteaching #Leipzig

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#strangeteaching, #Leipzig

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Jetzt Konzert.gleich Performance von KünstlerInnen aus Wien. Kaufhaus Held #Leipzig

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Model of Marsian Monument. Karl Bergström @strangeteaching Kaufhaus Held #Leipzig

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Spitting seeds for growing great ideas

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Klick, ah

Vor noch nicht all zu langer Zeit saß ich in einem Seminar und irgendwann ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen. Wäre ich eine Comicfigur, hätte es über meinem Kopf mächtig geraucht. Ich musste viel über das Gehörte nachdenken und es war wirklich sehr anstrengend. Jemand hat ein Referat über Marcel Duchamp gehalten. Der ist sehr wichtig für die Kunstgeschichte weil ihm zugeschrieben wird, dass er die Idee als Kunstwerk etabliert hat. Seit Duchamp geht es nicht mehr nur um eine Abbildung der Welt oder um die Abbildung der eigenen Gefühlswelt. Das war für mich nichts neues, aber trotzdem habe ich in diesem kleinen Seminarraum unterm Dach zum ersten Mal die Tragweite dessen verstanden. Vielleicht kennt jemand diesen Unterschied zwischen etwas wissen und etwas tatsächlich begreifen. Das ist da passiert.
Aber darauf will ich gar nicht hinaus, sondern auf einen weiteren Punkt. Die Einführung der Idee als Kunstwerk durch Marcel Duchamp hat ziemlich viele Probleme nach sich gezogen, an denen man heute noch kaut. Wie man Kunstwerke präsentiert, wie man sie einem Publikum näher bringt, etc. Kurz dachte ich, oh man was für ein stressiger Typ. Dann ist mir eingefallen, dass das aber die Kunst ist, die mich interessiert. Also, war das Wichtigste, was ich dazu gelernt habe, dass es sich lohnt was Neues anzugehen, auch wenn dadurch tausend neue Probleme aufgeworfen werden.
Es gab schon in der Romantik um 1800 den Dichter William Wordsworth, der den Bau der Eisenbahn und großen Eisenbahnbrücken als völlig verrückten und vor allem beängstigenden Fortschritt angesehen hat. Mittlerweile sind Züge für uns ein alter Hut. Niemand kann mehr nachvollziehen, was für Gefühle sie heraufbeschworen haben. Deshalb, Leute: Technik, Smartphones, Internet – geil! Klar, Unmengen an neuen Probleme. Die muss man lösen und vielleicht sitzen die Menschen noch in vielen Jahren daran. Trotzdem, wer kann sich heute die Welt ohne Eisenbahn vorstellen?



Jonna Uesseler, Eule abstrakt, Wachs auf Strukturpapier, 2013. Arty Breakfast #Leipzig #strangeteaching

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Hanging around between universe, ceiling and ground.

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Reinhauen, Raushauen, Draufhauen

Der kreative Prozess ist ein Arschloch in Camouflage. Er tarnt sich als positiver Begriff für etwas, das nicht immer Spaß bringt oder mit einem belügenden, schöpferischen Rausch verbunden ist. Kreativer Prozess heißt, wenn man mal ehrlich ist, nichts anderes als Arbeit. Hört sich besser an, ist aber genauso anstrengend. Mit dem Unterschied, dass man oft das Gefühl hat weder zu arbeiten noch Spaß zu haben. Man wartet oft nervös auf eine Idee, sucht nach Lösungen oder erst mal nach einem zu lösenden Problem und hofft, dass das eigene Gehirn endlich nachzieht. Von Außen betrachtet, wird oft mit Rumhängen verwechselt, was eigentlich Denkarbeit ist. Deshalb ist es hier vermutlich gerade ruhig, was nicht heißt, das nix passiert. Es ist nur nicht greifbar und auf 6000 Quadratmeter verlaufen sich Gedankenwolken schon mal. Trotzdem: Status Loading statt Stand-by.



tutti completti. work flow yeah

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Wir starren nicht die wunderschöne Küchenwand an sondern reden reden reden und trotzdem will grade wenig bei rumkommen.

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Game over. Wir waren zu spät. Wir hatten Malaria

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@strangeteaching um die ecke. #Leipzig

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